Stellenanzeigen und das dritte Geschlecht

Arbeitsrecht: Ab 1.1.2019 wird das dritte Geschlecht im Personenstandregister geführt.

Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber verpflichtet, im Personenstandsgesetz neben dem Eintrag “männlich” oder “weiblich” einen weiteren Eintrag vorzusehen für ein drittes Geschlecht: „intersexuell“. Laut Wikipedia bedeutet dies:

„Mit Intersexualität bezeichnet die Medizin Menschen, die genetisch (aufgrund der Geschlechtschromosomen) oder auch anatomisch (aufgrund der Geschlechtsorgane) und hormonell (aufgrund des Mengenverhältnisses der Geschlechtshormone) nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden können.“

Immer wieder kommen Babys auf die Welt, die weder eindeutig Mädchen noch Jungen sind. Dass dies anerkannt wird – bei einer Häufigkeit von 1:500 übrigens – sollte in der heutigen Welt eigentlich selbstverständlich sein.

Eine richtige (oder jedenfalls nicht falsche) Schreibweise für Stellenanzeigen, wäre demnach:

Wir suchen: Grafiker (männlich/weiblich/divers) – oder kurz: m/w/d

Unser Fazit in Anlehnung an unser täglich Brot: Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern viiiiele viele Graustufen. Sogar Schwarz ist nicht einfach nur schwarz sondern kann aus bis zu 4 Farben bestehen, eher bläulich oder rötlich wirken.

Daher sollten wir offen und tolerant sein – ob sich intersexuelle Menschen besser fühlen, wenn sie in Stellenanzeigen mit „divers“ angesprochen werden oder eine eigenen Toilette bekommen, sei dahingestellt. Auf jeden Fall sorgt es dafür, dass das Thema Intersexualität mehr publik gemacht wird und das kann schon mal nicht falsch sein.

Einen guten Blogbeitrag zum Thema gibt es hier.